4 Sterne | Rezensionen

Rezension: Der Drachenflüsterer von Boris Koch

November 1, 2017
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Hallo liebe Drachenreiter,
nach der letzten Gruselnacht voll schauriger Kreaturen soll es um ein Buch gehen, in dem Drachen als eben solche dargestellt werden, was ein junger Mann nicht einfach so hinnehmen möchte und kann. Und so entwickelt sich langsam aber sicher eine Revolution, die es in einer Welt voller Lügen und kontrollierter Gedanken nicht sehr einfach hat. Doch ist ein Gedanke erst einmal gepflanzt, wächst er stetig empor.
Doch mehr zu dieser Geschichte, könnt ihr in der nachfolgenden, spoilerfreien Rezension nachlesen.

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Worum geht es?

“Der junge Ben ist Drachenflüsterer und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die majestätischen Geschöpfe vor der Verfolgung durch die Drachenritter zu schützen. Eine Mission, mit der er sich im Großtirdischen Reich viele gefährliche Feinde verschafft hat. Als der am meisten gefürchtete Kopfgeldjäger des Landes auf Ben angesetzt wird, muss dieser fliehen, begleitet von seinem treuen Gefährten, dem Drachen Aiphyron. Es bleibt ihm nur eine Hoffnung: Im Ewigen Eis, bei den weißen Drachen, könnte es ein wirksames Mittel geben, um den Orden dauerhaft zu schlagen. Doch der Weg dorthin ist gefährlich – und die weißen Drachen gelten als besonders grausam. Andererseits: Wann hätte Ben sich jemals vor Drachen gefürchtet?” Quelle

Meine Meinung

Ganz offensichtlich ist dieses Buch ein vierter Teil einer Reihe, was ich weder bei meiner Anfrage, noch beim Lesen gemerkt habe. Auch ohne mein Vorwissen, konnte ich der Handlung sehr gut folgen und hatte überhaupt keine Probleme damit, in die Geschichte einzusteigen.

Dieses Buch hat mich insgesamt wirklich positiv überrascht. Bevor ich es im Bloggerportal angefragt habe (Danke an dieser Stelle an den “heyne-fliegt”- Verlag), habe ich erst einmal überlegen müssen. Ich habe schon lange kein richtiges High-Fantasy-Buch mehr gelesen und war ein wenig eingeschüchtert.

Doch (glücklicherweise) lies sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen und war doch eher ein Jugendbuch. Außerdem ist ein Teil der Handlung zusätzlich aus der Sicht von “Cathe” geschrieben und beide Sichten waren gut ausbalanciert und brachten Abwechslung in die Story.

Auch die Zusammenführung der beiden Erzählstränge hat mir gut gefallen und wirkte durchdacht. Leider gibt es da ja immer wieder Geschichten, bei denen diese Zusammentreffen immer so gezwungen zufällig wirken, dass man es nicht mehr glauben kann.

Außerdem hatte ich das Gefühl, dass während dem gesamten Buch ein leicht ironischer Unterton herrschte. Hervorgerufen wurde dies zum Einen durch die Jungfrauen-Thematik (Frauen lernen sich aufzuhübschen und ordentlich um Hilfe zu schreien), aber auch durch die provokativen Flugblätter, die die Geächteten überall verteilen und durch den Drachen Aiphyron, der als einziger Feuer spucken kann, aber auch einen kleinen Hass auf Feuer hat und deshalb selbst in Fischer gemeine Feuerspeier vermutet. Ebenso amüsant ist der kleine Wachhund- ich meine natürlich Wachdrache, der allem und jedem misstrauisch gegenüber ist, selbst wenn es nur ein Möwe ist, die zu nah an ihm vorbei fliegt.

Ein kleines Manko war, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Abenteuer zu glatt verliefen und die Probleme zu einfach gelöst wurden- auch wenn es bei dem größten Problem – der Rebellion gegen die Lügengeschichten des Ordens-  in einem angemessenen Tempo voran ging, waren all die anderen Missionen relativ simpel und schnell gelöst. Hier hätte noch ein wenig mehr Spannung eingebaut werden können.

Das Ende bleibt noch offen, daher wird es vermutlich noch einen fünften Band geben, auch wenn ich bisher keine klaren Antworten finden konnte.
Die Hauptmission in diesem Buch findet jedoch ein klares Ende und somit wird das Buch gut abgerundet.

Insgesamt hat das Buch von mir 4 von 5 Sternen bekommen und mir wirklich gut gefallen.

Bewertung 4 von 5

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