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Bücherfreunde: Miss Marple- für jung und alt?

August 19, 2017
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Hallo liebe Bücherfreunde,
mein erster Beitrag auf Noras Blog handelt, ein wenig anders als geplant, von den wundervollen “Miss Marple”- Büchern von Agatha Christie. Ich fühle mich zwar, als wäre ich ungefähr 70 Jahre zu spät zu dieser Party aufgetaucht, aber besser spät als nie.

Für die Unwissenden unter euch, die mit dem Namen „Miss Marple“ so gar nichts anfangen können, fasse ich den Charakter der älteren Dame einmal kurz zusammen:
Miss Marple ist eine schon ziemlich in die Jahre gekommene Dame, die in St Mary Mead, in England wohnt und aus irgendeinem Grund, immer wieder auf unterschiedliche Weise in Morde verwickelt wird. Aber nicht nur das, sie löst diese auch, mitunter besser als die örtliche Polizei.
Vom Lösen eines Mordes kann sie selbst ihr Rheuma, ihr schlechter werdendes Gedächtnis und ihre generelle Zerbrechlichkeit nicht abhalten. Wenn Miss Marple sich erst einmal einem Fall angenommen hat, dann zieht sie diesen auch bis zum Ende durch und das in wundervoller „alte Damen Manier“. Sie nutzt ihre Geheimwaffen „Tratsch“ und „tattrige alte Dame“ so zu ihrem Vorteil, dass die Menschen, die sie befragt, nicht einmal bemerken, dass ihnen Informationen entlockt werden. Und bei alle dem darf natürlich auch das übliche Hobby von älteren Damen nicht fehlen: Stricken.

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Bevor ich das erste Buch über Miss Marple beendet hatte, war mir noch nicht ganz klar, wie sehr ich mich in diese Figur und die Bücher verlieben würde. Inzwischen habe ich, in knapp einer Woche ungefähr drei Bücher aus dieser Reihe gelesen und zu meinem Geburtstag auch spontan Nachschub erhalten.
Die Bücher um Miss Marple sind charmant und liebevoll geschrieben und es bleiben am Ende keine Fragen offen. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen und bietet meistens kurz vor Schluss noch einmal einen kleinen Twist, mit dem man nicht gerechnet hat und welcher die eigenen Überlegungen noch einmal über den Haufen werfen. Auf diese Weise wird es auf jeden Fall nicht langweilig oder gar vorhersehbar.
Selbst die Tatsache, dass Miss Marple alle ihre Fälle nach dem Schema „Tratsch und Klatsch“ löst, wird nicht langweilig, da sie immer wieder auf neue Ideen kommt, wie sie Menschen in ein Gespräch verwickeln oder verschleiern kann, dass sie spioniert.
Da wären zum Beispiel präparierten Sandalen mit Absatz, die Miss Marple allein für den Fall besitzt, das sie vortäuschen muss, hingefallen zu sein. Nur um davon abzulenken, dass sie eigentlich unter einem Fenster spioniert. In der Art hat Miss Marple noch einige kreativ liebenswerte Ideen mehr, die ihr dabei helfen einen Fall zu lösen. Als Leser wird einem dabei nie langweilig und meistens merkt man nicht einmal wie viel Zeit beim Lesen vergangen ist.

Blanko
Trotz ihres hohen Alters ist Miss Marple eine erfrischende Protagonistin und ich kann sie jedem Leser empfehlen, der Spaß an ein wenig leichterem, unterhaltsamen Krimi für zwischendurch hat.

Habt ihr euch schon an “Miss Marple”
Liebe Grüße, Lee von LeesBücherblog

lee2

 

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