Bullet Journal | Lifestyle

Bullet Journals: Pro und Contra

Januar 20, 2018

Hallo liebe Planungsfreunde,
heute möchte ich euch wie angekündigt, einige Vor- und Nachteile des Bullet-Journal- Systems vorstellen. Falls ihr euch nicht sicher seid, ob dieses System etwas für euch ist oder ihr doch lieber bei den klassischen Kalendern bleiben sollt, ist dieser Beitrag ja vielleicht genau das Richtige für euch.

Im ersten Beitrag zu dieser kleinen Reihe habe ich euch bereits mein Setup für das Jahr 2018 vorgestellt und versucht, euch die wichtigsten Planungsseiten für Einsteiger vorzustellen. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Erfunden wurde dieses System übrigens von einem Mann namens Ryder Caroll und wenn ihr nach ihm auf YouTube sucht, werdet ihr auch nochmal ein sehr kurzes Einführungsvideo finden.

Nun aber viel Spaß mit dem Beitrag!

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Da ich dieses System seit gut vier Jahren verwende, habe ich inzwischen viele Designs und Aufteilungen ausprobiert. Dabei habe ich eine Menge Seiten ausgerissen, aber auch überraschend schöne Layouts gestaltet. Ich habe versucht, euch die Vor- und Nachteile, die mir in den Jahren aufgefallen sind, zusammenzutragen und euch nun hier aufzulisten.

Vorteile:

  • Deine persönliche Einteilung des Planers: Du möchtest eine Seite pro Tag, eine Seite pro Woche oder doch alles im Überblick mit Trackern und Co.? Kein Problem
  • Dein individuelles Design, du hast die Wahl: Von der Farbe des Notizbuchs zur Musterung der Seiten, du entscheidest über das Aussehen deines Planers
  • Flexible Anpassung an deine Bedürfnisse
  • Notizbuch und Planer in einem, endlich brauchst du nicht mehr einen Planer für den Blog, einen für Termine und einen für dein Schreibprojekt. Hier kannst du einfach alles zusammen unterbringen
  • Durch euer individuelles System könnt ihr klare Kategorien und Prioritäten setzen und so euren Tag besser strukturieren. Es geht nicht nur um Termine, sondern auch um tägliche Aufgaben, die ihr nach Wichtigkeit strukturieren könnt. Ich habe gemerkt, dass ich das BJ viel öfter in die Hand nehme, als einen normalen Kalender und dadurch auch viel produktiver bin

Nachteile:

  • Du musst alles selbst gestalten, dies kann sehr zeitaufwändig werden
  • Je nachdem, wie ausführlich deine Seiten gestaltet sind, brauchst du vielleicht mehrere Notizbücher pro Jahr
  • Versucht die Perfektionisten in euch im Zaum zu halten. Besonders am Anfang wird in eurem Kalender ganz schönes Chaos herrschen, aber das ist ganz normal. Das ganze ist ein Lernprozess und es muss nicht alles von Anfang so perfekt wie auf Instagram und Co. aussehen
  • Ist der Planer voll, bleiben deine Projekte und Listen im alten Planer und du musst stets zwei mitnehmen oder alles in das neue Journal übertragen
  • Je nachdem, wie schön ihr euren Planer haben wollt, können die ganzen Stifte, Notizbücher oder auch Washi Tapes schnell sehr teuer werden. Überlegt euch also genau, was ihr wirklich braucht und schafft nicht alles auf einmal an

Fazit:

Wie ihr vielleicht selbst gemerkt habt, sind die Pro und Contras stark von euch und eurem Geschmack abhängig. Und ich finde auch, dass die Vor- auch jeweils Nachteile sein könnten und umgekehrt.
Beispielsweise die monatliche Gestaltung: Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich ein passendes Modell für mich gefunden habe und zufrieden war. Bis dahin war ich immer sehr schnell frustriert und habe mich über die Fehlschläge geärgert- oft blieb das Bullet Journal in der Ecke liegen. Gleichzeitig kann diese Flexibilität aber auch ein großer Vorteil sein, da sich den Planer immer euren aktuellen Bedürfnissen anpassen könnt.
Ihr habt Ferien und braucht eigentlich kaum Platz? Dann nutzt nur eine Seite für den Kalender. Ihr habt Schule oder Uni und müsst sehr viele Termine unter einen Hut bekommen? Dann könnt ihr das auch machen!

Ihr solltet jedoch nicht den Zeitaufwand unterschätzen. Besonders beim ersten Mal planen solltet ihr ausreichend Zeit und Geduld aufbringen und euch in Ruhe überlegen, was ihr braucht und was nicht. Ist der Grundstein gelegt, geht die Planung künftig auch viel schneller von der Hand. Einzig dekorative Elemente und Verschönerungen fressen dann noch Zeit, aber das ist ja zum Glück optional und lässt sich eurer freien Zeit gut anpassen.

Es liegt ganz in eurem Ermessen wie ihr den Planer einsetzt. Das Wichtigste sollte stets sein, eure Effizienz zu verbessern und eure tägliche Produktivität zu steigern.

Insgesamt würde ich euch das System aufgrund seiner Flexibilität empfehlen. Allerdings würde ich euch den Tipp geben für den Anfang einfach mal ein günstiges Notizbuch zu nehmen und damit zu testen, ob ein Bullet Journal etwas für euch wäre.

Denn wie sagt man so schön? Probieren geht über Studieren 😉

  1. Ich hätte gar keine Zeit so was alles zu machen. Ich hatte es mal versucht, aber dann festgestellt, dass ich andere Dinge wichtiger finde zu erledigen, auch wenn ich z.B. immer noch Washi Tapes habe. Aber da es nicht einfach ist einen geeigneten Kalender zu finden, habe ich schnell die Seite persoenlicherkalender.de gefunden und war begeistert. Das ist dann mein Favorit und man kann auch alles selbst gestalten. ❤

  2. Hey!
    Ich habe irgendwann mal mit einem BuJo angefangen, habe mir brav monthlys und weeklys gezeichnet und… nie genutzt. Mir ist das irgendwie zu schnelllebig gewesen, kaum habe ich die Woche gezeichnet war sie auch schon wieder vorbei.
    Kalender und To Do Listen nutze ich eher am Handy, das habe ich ja eh ständig in der Hand.
    Das BuJo nutze ich jetzt primär für Listen. Und für Messeübersichten und sowas. 🙂
    Ich glaube das ist aber auch einfach eine Frage der Routine. Hab mal gehört, dass alles zur Routine werden kann, wenn man es über 4 Monate durchführt.

    Toller Beitrag!
    Finde cool, dass du auch negative Punkte und besonders auch den finanziellen Aspekt ansprichst. Manchmal ist weniger mehr und man braucht ja auch nicht immer jeden Schnickschnack.

    Liebe Grüße,
    Nicci

  3. Hallo Nora,

    erstmal vielen Dank für den tollen Blogbeitrag, du hast mir damit wirklich weitergeholfen. Ich bin momentan sehr am Abwägen, ob ein Bullet Journal was für mich wäre. Leider bin ich gestalterisch nicht sonderlich talentiert und auch vor dem Zeitaufwand fürchte ich mich ein bisschen. Momentan plane ich alles in einem separaten Kalender (Termine) und die Sachen für den Blog nochmal extra in einem Taschenkalender.

    Ich werde mir mal noch deinen anderen BJ Setup-Beitrag anschauen.

    Liebste Grüße
    Myna

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